RELAX-POWER

Schule & Sponsoring

 

 Bernd Fricke Steuerberater                     
                                                                             
                                                                        
Bremerhaven, den 21.03.2011     

  27576 Bremerhaven  Eupener Straße                                                                                                                           
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   Telefon 0471 -  954210      

  Stressmarkt Schule – Anfrage der Nutzung von 
  Entspannungssystemen von Lehrern an Schulen
  ohne  eigene Anschaffung
mit Hilfestellung von 
  ortsansässigen Unternehmen
  - Sponsoring anders!

  • Sie möchten in Schulen für die Lehrer  „brainLight- Entspannungssysteme“ für Lehrer aufstellen.

  • Der Preis der Geräte beträgt ca. Euro 5.000,-€ bis 6.660,00€.

  • Die Geräte sollen den Schulen durch eine Firma zur Verfügung gestellt werden.

  • (Möglichst keine Spende)

  • Es ist angedacht pro Nutzung ca. Euro 2,-/4,00€ zu verlangen.

  • Die Schulen selbst dürfen keine Einnahmen erzielen, es ist ihnen aber auch nicht möglich die Geräte  zu erwerben. (Geldmangel)

  • Wie ist es mit der Absetzbarkeit für die Firma, welche das Gerät zur Verfügung stellt?
    Was für Abschreibungsmöglichkeiten und Vorteile hat ein Unternehmen, das als Sponsor/ Aufsteller für eine Schule tätig sein darf?

Abschreibung

Es sollte eine Abschreibung nach den allgemeinen steuerlichen Regeln
des
§ 7 Abs. 1 EStG bzw. Abs. 2 EStG in Betracht kommen.

Wichtig ist die Zuordnung zu den gewerblichen Einkünften i.S. des
§ 15 EStG

Es muss sich um ein Wirtschaftsgut des Gewerbebetriebs handeln.
Voraussetzung für eine Abschreibung ist, dass das Gerät 
zur Erzielung von Einkünften“ genutzt wird.

(Kulosa in Schmidt, EStG, § 7 Rz. 5.)

Damit scheiden Wirtschaftsgüter für die Abschreibung aus, die nicht der Einkünfteerzielung dienen.

 

In unserem Fall werden:

Wellnessgeräte der Schule überlassen, diese sind dem Gewerbebetrieb der Firma welche das Gerät zur Verfügung stellt – zuzuordnen und gehören somit zum Einkünftebereich des
§ 15 Abs. 1 Nr. 1 EStG .

 

Abgrenzung zur Spende

Durch die relativ geringe Miete könnte jedoch ein Zusammenhang mit den gewerblichen Einkünften ausgeschlossen sein, wenn ein außerbetrieblicher Grund für die Überlassung vorliegt.
Dann könnte der § 12 Nr. 1 EStG greifen.

Grundsätzlich hat der Steuerpflichtige einen weiten Entscheidungsspielraum bei der Einschätzung, welche Ausgaben er für seinen Betrieb tätigen möchte.

(Heinicke in Schmidt, EStG, § 4 Rz. 480.)

 Es kann aber nicht allein darauf abgestellt werden, ob das aufgewendete Wirtschaftsgut als Betriebsvermögen in der Bilanz aktiviert war, sondern es kommt auf den konkreten Zusammenhang der getätigten Aufwendung an.

 

Sponsoring

Diese Problematik besteht besonders beim Sponsoring, wo die Grenzziehung zwischen den gewerblich begründeten Betriebsausgaben und den privat begründeten Spenden davon abhängt, in wie weit der Leistung des Unternehmers eine Gegenleistung gegenübersteht.

(vergl. BMF v. 18.12.1998 – IV B2 – S 2144 – 40/98, IV B7 – S 0183 – 62/98, BStBl. 12.)

Aufwendungen des Sponsors

sind danach Betriebsausgaben, wenn der Sponsor wirtschaftliche Vorteile, die insbesondere in der Sicherung oder Erhöhung seines unternehmerischen Ansehens liegen können, für sein Unternehmen erstrebt oder für Produkte seines Unternehmens werben will.
(BFH v. 3.2.1993 – I R 37/91, BStbl. II 1993,441,445.) 

Es müsste geprüft werden, in wie weit die Schule bzw. der Nutzer eine Gegenleistung erbringt. Hierbei mit einzubeziehen sind zunächst die Nutzungsentgelte iHv 2 oder 4 Euro pro Nutzung. Es sind aber auch andere Gründe, z.B.
als Werbemaßnahme, die zum Kauf durch die Nutzer anregen soll, oder im Rahmen einer öffentlichkeitswirksamen Werbung möglich, diese können als Gegenleistung interpretiert werden.

Es wird dabei von der Finanzverwaltung keine Gleichwertigkeit verlangt.Nur ein krasses Missverhältnis schließt den Abzug als Betriebsausgaben aus.
(BMF v.
18.12.1998 – IV B 2 – S 2144-4098, IV  B 7 – S 0183 – 62/98, BStBl. I 1998, 12.)

Inwieweit dies der Fall ist, müsste vom Finanzamt geprüft werden.

Die tatsächliche Darlegungs- –und Beweislast dafür trägt allerdings der Steuerpflichtige. (Heinicke, in Schmidt, EStG § 4  Rz. 520 „Sponsoring“)

In diesem Fall dürfte  ein krasses Missverhältnis zu verneinen sein, da das gezahlte Entgelt annähernd die Kosten des Gerätes decken wird.

 

Abschreibung/  Wirtschaftsgüter des Umlaufvermögens

Soweit es sich um Betriebsausgaben handelt, müssten die Wellnessgeräte abschreibungsfähig sein.

Dies ist der Fall, wenn es sich um abnutzbare Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens handelt.

Wirtschaftsgüter des Umlaufvermögens sind nicht abschreibungsfähig. Dies würde auch gelten, wenn sie vermietet werden.

Es muss also immer die Zugehörigkeit zum Anlage –oder Umlaufvermögen geprüft werden.
( BFH v. 16.1.1969 – IV R 34/67, BStBl. II 1969, 375)

 

Fazit

Eine Abschreibung setzt voraus, dass die Vermietung betrieblich veranlasst ist.
Dies bedeutet, dass seitens der Nutzer bzw. seitens der
Schule eine Gegenleistung erbracht wird, die nicht krass unangemessen ist.

Diese Gegenleistung muss nicht allein in dem konkreten Nutzungsentgelt liegen, sondern kann auch anderweitig erbracht werden
( z.B. durch Werbeeffekt der Überlassung).

Weiterhin setzt eine Geltendmachung als betriebliche Abschreibung voraus, dass es sich bei den Geräten um Anlage –und nicht Umlaufvermögen handelt.

 

Rentabilitätsberechnung

Grundlage ist ein komplettes Entspannungs- Center welches eine brutto Rechnungswert von 6.338,00€ hat. Hier ist Lieferung, Installation, Einweisung, bereits enthalten.

Gerechnet auf 4 Jahre und 180 Schultagen entstehen tägliche Kosten
von 8,80€.

Gerechnet auf 6 Jahre und 180 Schultagen entstehen tägliche Kosten
von 5,80€.

Es wird eine Nutzung von 2-4 Nutzern a`2- 4,00€ voraus gesetzt.

Laut Teststellungen 2010 an deutschen Berufsschulen, wurden bei sporadischer Nutzung zwischen 134,00 – 173,00€ innerhalb 14 Tagen eingenommen.

Leasing

Nachfolgend wurden die Kosten für ein Leasing auf 4 Jahre und jeweils 180 Schultage gerechnet. Die Leasingrate wurde mit netto 138,00€ gerechnet.


Weitere Einnahmen

entstehen, wenn laut der Tippgeber Provisionsliste Nutzer/ Anwender solche Systeme käuflich für den privaten, oder gewerblichen  Gebrauch erwerben wollen.

Hier entstehen ca. 200,00€ Vermittlungsprovision, die von der
Firma brainLight direkt an das Unternehmen überwiesen werden.

 
§3 Nr. 34  Betriebliche Gesundheitsförderung

In den Sommermonaten, wenn die Schule wegen der Ferien geschlossen ist, wird das System an das eigene Unternehmen geholt
und es können Gesundheitswochen als gesundheitsfördernde Maßnahme durchgeführt werden, ggf. auch kombiniert mit anderen
Maßnahmen.

 

Hier greifen die Fördermittel von 500,00€ pro Mitarbeiter und Jahr.

Zudem sollte übers Jahr mindestens ein eigenes System im Unternehmen genutzt werden, um die Fördermittel voll auszunutzen.

Auch hier ist es möglich, zur Kostendeckung von den Mitarbeitern eine Zuzahlung in Höhe von 2,00- 4,00€ zu verlangen, so dass weitere Einnahmen entstehen.

Alternativ kann dass System einem anderen Unternehmen oder einer Behörde zur Verfügung gestellt werden, welches ggf. an einer Anschaffung eines solchen Entspannungssystems interessiert ist, um
hier zu den Einnahmen der Nutzung, von der Tippgeberprovision zu profitieren.

 

Tobias Rosenstock  

Spezialisiert auf Prävention & Gesundheitsförderung für Mitarbeiter, sowie praktisches Stressmanagement und Leistungssteigerung in Unternehmen

 

CENTRUM EXCLUSIV Medical by G&M Design

 Germany 65589 Hadamar/ Hessen 

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